Adventskalender

Wenn der Dezember naht, beginnt bei Groß und Klein bereits die Vorfreude auf das Öffnen der Türchen vom Adventskalender. Das dürfte auch im Jahr 2017 nicht anders sein. Da der Weihnachtskalender so ein liebgewonnenes und traditionsreiches Weihnachtsutensil ist, widmen wir ihm mit advents-kalender.biz eine ganze Seite, auf der wir versuchen, zahlreiche Fragestellungen und Probleme unserer Besucher zu lösen.

Um Ihnen die bestmögliche Übersicht über die Themen auf unserer Seite zu gewährleisten, steht Ihnen das folgende Inhaltsverzeichnis zur Verfügung:

  1. Wo kann man Adventskalender kaufen?
  2. Wie kann man einen Adventskalender selber basteln?
  3. Womit kann man einen Adventskalender füllen?
  4. Was für verschiedene Arten von Adventskalendern gibt es?
  5. Was hat es mit dem Weihnachtsbrauch auf sich?
  6. Wie hat sich der Adventskalenders im Laufe der Zeit entwickelt?
  7. In welchen Ländern wird der Adventskalender genutzt?
  8. Ein Weihnachtsgruß an unsere Besucher

Wo kann man Adventskalender kaufen?

Die Beschaffungsfrage ist wohl eine der zentralsten Fragen rund um den Adventskalender. Sie ist allerdings mit einem herben Beigeschmack versehen, da die meisten Supermärkte schon im Oktober die Weihnachtszeit einläuten und uns somit viel zu früh mit allerlei bunten Kalendern konfrontieren. Schnellentschlossene finden bereits zu diesem Zeitpunkt tolle Angebote. Wer jedoch einen ausgefallenen Adventskalender kaufen möchte, der sollte etwas mehr Zeit investieren und kommt kaum um eine Recherche im Internet herum. Denn neben den typischen Schokoladenfüllungen gibt es hier auch zahlreiche weitere Modelle. Eine kleine Auswahl stellen wir Ihnen nun zur Verfügung.

Tipp: Wir zeigen Ihnen über 50 ausgewählte Adventskalender Ideen, mit denen Sie ordentlich Eindruck hinterlassen. Interesse? Dann klicken Sie bitte auf den folgenden Link: Hier können Sie über 50 verschiedene Adventskalender kaufen.

Wie kann man einen Adventskalender selber basteln?

Jetzt, wo wir bereits zahlreiche Ideen für den Kauf eines Adventskalenders vorgestellt haben, fragt sich sicherlich der ein oder andere, ob er den Kalender dieses Jahr nicht endlich mal selber basteln sollte. Die Freude beim Beschenkten über einen selbstgebastelten Adventskalender dürfte jedenfalls riesig sein. Um Sie gleich zu beruhigen: der Aufwand hält sich je nach Vorhaben in Grenzen. Gut, oder?
Sie haben sich also durchgerungen, einen Adventskalender selber zu basteln. Perfekt! Unsere Bastelanleitung verrät Ihnen, wie Sie dies mit einfachen Mitteln tun können.

Womit kann man einen Adventskalender füllen?

Sicherlich hat sich der ein oder andere schon mal den Kopf zerbrochen, womit er den Adventskalender für seine Kinder oder den Partner bzw. die Partnerin bloß füllen soll. Um diesen Prozess zu vereinfachen, stellen wir folgende Ideen für Adventskalender zur Verfügung:

An dieser Stelle möchten wir jeden unserer Besucher dazu ermutigen, beim Befüllen unserer Ideensammlung mitzumachen. Denn nur so können wir eine breite Masse an Ideen sammeln, um den Bedarf unserer eifrigen Adventskalender-Bastler zu sättigen. Der Vorgang ist denkbar einfach. Klicken Sie auf einen der drei Links oben. Am Ende der jeweiligen Seiten finden Sie eine Box mit einem Button. Klicken Sie hierauf und übermitteln Sie uns dann Ihre wundervollen Adventskalender Ideen.

Für diejenigen, die es gar nicht erwarten können, gibt es im folgenden Video 100 Ideen zum Füllen eines Adventskalenders.

Was für verschiedene Arten von Adventskalendern gibt es?

In den letzten Jahren haben sich die unterschiedlichsten Arten von Kalendern gebildet. Ein Adventskalender ist nicht nur für die Jüngsten unter uns geeignet sondern wird mittlerweile für nahezu jede Zielgruppe angeboten. Was die Preise angeht, gibt es gravierende Unterschiede. Angebote für einfache Adventskalender sind bereits für 2 - 3 Euro erhältlich. Darin sind in der Regel aber nur Süßigkeiten oder Knabberein zu finden. Höherpreisige Exemplare kosten auch gerne mal 50 - 100 Euro. Hinter den Türchen befinden dann z. B. Kosmetikartikel, Zubehör für Hunde, Spielzeug für die Kleinen oder Schmuck. Die folgenden Varianten sind im Handel erhältlich:

  • Der klassische Adventskalender, der ausschließlich Bilder christlicher Geschichten beinhaltet, ist selten geworden und erfreut sich keiner großen Beliebtheit mehr. Die meisten Kalender beherbergen 24 kleine Schokoladenstückchen. Diese können unterschiedlich gestaltet sein und sind in allen gängigen Geschmacksrichtungen erhältlich. Hinter den Türchen von höherpreisigen Kalendern verstecken sich Pralinen oder sonstige Süßigkeiten.
  • Im Kinderzimmer sind Weihnachtskalender beliebt, in denen sich 24 Spielsachen befinden. Diese sind zu nahezu jedem Thema und angepasst für Jungen und Mädchen erhältlich. Der Vielfalt sind hier kaum Grenzen gesetzt - ob Playmobil, Lego, Schleich, Disney oder Barbie, angeboten wird, was Jungen und Mädchen gefällt.
  • Darüber hinaus haben sich spezielle Kalender für Erwachsene etabliert, die sich an Frauen oder Männer richten. Je nach Geschlecht beinhalten sie u.a. Spirituosen, Werkzeuge, technische Bauteile, Gutscheine oder Parfüm, Kosmetik, Schmuck und Accessoires.
  • Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen zeichnet sich aber ein neuer Trend ab - der sogenannte virtuelle Adventskalender bzw. Online Adventskalender. Solche Adventskalender werden im Internet angeboten. Sie halten jeden Tag eine andere Überraschung bereit. Von Hörbüchern über Filme bis hin zu kleineren Videospielen erfreuen diese Weihnachtskalender ihre Besitzer täglich mit neuen Dingen. Einziger Haken: bei den meisten Anbietern muss man sich vorher anmelden. Auch wir bieten einen solchen Online Adventskalender mit verschiedenen Überraschungen. Eine Anmeldung ist dafür aber NICHT notwenig. Wir wünschen Ihnen viel Freude damit!

Kauftipp: Wer sich einen genauen Überblick über die verschiedenen Arten und Angebote verschaffen möchte, der sollte sich unsere ausführliche Liste genauer anschauen.

Was hat es mit diesem Brauch auf sich?

Nachdem wir nun bereits über das Kaufen, Basteln und Befüllen berichtet haben, dürfte den ein oder anderen sicherlich auch die Geschichte des Weihnachtskalenders und alles Wissenswerte rund um diesen schönen Weihnachtsbrauch interessieren. Wie fing also alles an? Die ersten Hinweise finden sich im 19. Jahrhundert. Zur damaligen Zeit verwendeten die Menschen selbstgebastelte Kalender, um sich die vorweihnachtliche Zeit zu verschönern. Man vermutet, dass eine evangelische Familie aus Deutschland den ersten Adventskalender 1851 erfand. In den folgenden Jahren verbreitete sich der Adventskalender wie ein Lauffeuer in Europa.

Der Adventskalender ist ein rein christlicher Brauch. Er wird verwendet, um die Adventszeit vor Weihnachten in einzelne Tage zu unterteilen. Laut überlieferten Informationen wurde er seit Ende des 19. Jahrhunderts ein fester Bestandteil der christlichen Religion und fand sich in nahezu jedem christlichen Haushalt wieder. Auch Atheisten und Anhänger anderer Religionen ließen sich von der Verwendung eines Adventskalenders begeistern und haben diesen in die Gestaltung im Advent aufgenommen.

Wie hat sich der Adventskalender seit seinem Ursprung bis heute verändert?

Bei seiner Entstehung bestand der Adventskalender in der Mitte des 19. Jahrhunderts noch aus einfachen alltäglichen Dingen. Es gab keine einheitliche Gestaltungsvorgabe, sodass sich unterschiedliche Varianten gebildet haben.

Eine der frühesten Gestaltungen bestand beispielsweise darin, täglich ein Bild an die Wand zu hängen. Diese Bilder wurden erst nach Weihnachten von der Wand entfernt. Eine andere weit verbreitete Variante bestand darin, an eine Wand oder eine Tür eine bestimmte Anzahl von Kreidestrichen zu malen und jeden Tag einen davon abzuwischen. Letztlich wurde täglich ein Strohhalm in einer Krippe gesammelt. Diese Ausprägung des Adventskalenders war vor allem in katholischen Familien verbreitet.

Wie bei der Gestaltung des Kalenders waren sich die Menschen über die Anzahl der Tage des Adventskalenders uneinig. Vor allem die Weihnachtskalender christlicher Haushalte unterschieden sich von denen atheistischer Haushalte. Letztere richteten Ihre Adventskalender vorzugsweise am Kalenderjahr aus. Der Kalender begann am 1. Dezember und umfasste 24 Tage.

Die Weihnachtskalender christlicher Haushalte orientierten sich am Kirchenjahr und deckten die gesamte Adventszeit ab. Die Kalender begannen abhängig vom Jahr zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Christliche Adventskalender umfassen demzufolge zwischen 22 und 28 Tagen.

Im späten 19. Jahrhundert entwickelten sich die Weihnachtsuhr und die Adventskerze. Eine Adventskerze besaß Markierungen, wovon jeden Tag im Advent eine abgebrannt wurde. Zu Weihnachten war von diesen Kerzen in der Regel nur noch der Kerzenstummel übrig. Diese Variante erfreute sich vor allem in nordeuropäischen Ländern einer großen Beliebtheit.

1902 wurde in Hamburg der erste gedruckte Kalender veröffentlicht. Dieser nahm die Form einer Weihnachtsuhr an und deckte die letzten zwölf Tage der Adventszeit ab. Auf dem Ziffernblatt dieser Uhr ließen sich die Zahlen von 13 bis 24 finden. Wenige Jahre später ging man dazu über, Weihnachtsuhren mit 24 Feldern herzustellen. Die erste dieser Uhren erschien im Jahr 1922.

Ein Münchner Verlag ging 1903 einen anderen Weg. Dieser entwickelte einen gedruckten Kalender, der aus zwei verschiedenen Teilen bestand. Dieser Kalender besaß einen Bogen mit 24 Bildern, die ausgeschnitten werden konnten und einen anderen Bogen mit 24 freien Feldern, in denen die ausgeschnittenen Bilder aufgeklebt werden sollten. Die Kinder durften in der Adventszeit täglich ein Bild ausschneiden und auf den zweiten Bogen aufkleben. Dieser Adventskalender erfreute sich einer so großen Beliebtheit, dass im Folgejahr der erste Weihnachtskalender einer Tageszeitung in Stuttgart als Geschenk beigelegt wurde.

Die Gestaltung dieser Adventskalender wurde in den folgenden Jahren immer kreativer, bis sie ca. 1930 ihren Höhepunkt erreichte. Ein Münchner Hersteller begann in dieser Zeit, jedem Bild ein kleines Gebäckstück anzunähen, das die Kinder nach dem Ausschneiden essen durften. Nur kurze Zeit später tauschte der Hersteller das Gebäck durch kleine Schokoladenstückchen aus.

In den 1920er Jahren entwickelte sich parallel ein System, das kurz nach 1930 die bisherigen Weihnachtskalender in ihrer marktführenden Position ablöste. Ein Berliner Unternehmen entwickelte zu dieser Zeit einen Kalender, der mehrere kleine Fensterchen besaß, von denen man täglich eines öffnen durfte. Hinter diesen Fensterchen befand sich jeweils auf einer angeklebten Papierschicht ein kleines Bild.

Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurde versucht, die christlichen Bräuche aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Die christlich motivierten Bilder in den Adventskalender verschwanden und wurden durch Geschenke ersetzt. Hinter den Türchen befanden sich Märchen, Lieder sowie Back- und Bastelanleitungen. Später wurden in den Weihnachtskalendern kleinere Schmuckstücke und Spielzeug aus Holz versteckt.

In der Nachkriegszeit differenzierte man sich vom nationalsozialistischen Ansatz und die christlich motivierten Bilder kehrten hinter die Türchen der Adventskalender zurück. Flächendeckend beliebt wurde er erst nach den 1950er Jahren, als man Adventskalender wesentlich kostengünstiger herstellen konnte und dieser zu einem preisgünstigen Massenartikel wurde. Später ging man dazu über, die christlichen Bilder durch winterliche und romantische Szenen zu ersetzen. Dennoch befinden sich bis heute hinter dem 24. Türchen christliche Bilder einer Krippenszene.

1958 kehrte die Schokolade in die industriell gefertigten Adventskalender zurück. Nach und nach wurde auch der in der nationalsozialistischen Zeit begründete Ansatz von 24 kleinen Geschenken wieder aufgegriffen. In der heutigen Zeit findet man hinter den 24 Türchen vorrangig kleine Geschenke oder Schokolade. Das Türchen am 24. Dezember sticht häufig etwas hervor, indem es mit der größten Überraschung aufwartet.
In den letzten Jahren haben sich die Weihnachtskalender erneut weiterentwickelt, sodass es neben Kalendern für Kinder auch reine Erwachsenenkalender mit alkoholischen oder technischen Inhalten gibt. Auch ins öffentliche Leben sind die Adventskalender zurückgekehrt. Der weltweit größte freistehende Adventskalender besitzt eine Oberfläche von 857 Quadratmetern und befindet sich im Böttchergässchen in Leipzig. Dessen 2 × 3 m große Türen werden täglich geöffnet und der Öffentlichkeit präsentiert.

In welchen Ländern wird der Adventskalender genutzt?

Da es sich bei dem Adventskalender um einen rein christlichen Brauch handelt, der eine Überbrückung oder Verkürzung der Adventszeit bezweckt, ist dieser ausschließlich in Ländern verbreitet, die einen festen Bezug zur christlichen Religion haben. Adventskalender findet man in weiten Teilen Europas. Je nachdem wie stark die christliche Religion in einem Land verwurzelt ist, erinnern die Motive der Kalender an christliche Geschichten oder den Winter im Allgemeinen. In Asien ist der Adventskalender nahezu unbekannt. Im Rahmen der Globalisierung erfahren immer mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern von der Existenz des Adventskalenders und beginnen, diesen zu nutzen.

Ein Weihnachtsgruß an unsere Besucher

Abschließend möchten wir unseren Besuchern natürlich noch frohe Weihnachten 2017 wünschen. Auf das Sie sich die Weihnachtszeit so gestalten, wie es Ihnen Freude bereitet!

Adventskalender

Hinweis: Der Kalender auf dem Foto wurde von uns selber gebastelt. Die Anleitung zum Nachbasteln finden Sie hier.